Safety First
Ein Netzwerktreffen vom 21. bis 22. März in der Staatlichen Artistenschule Berlin

Sicherheit ist eine wichtige Grundlage für die Arbeit von Artisten, Zirkusunternehmen, Varietés oder zirkuspädagogischen Projekten. Doch mit der technischen und künstlerischen Weiterentwicklung im Zirkus steigen auch die Anforderungen an ein gutes Sicherheitskonzept.
Bei dem Netzwerktreffen „Safety First“ wird in praktischen Workshops Know-How rund um das Thema Sicherheit vermittelt und Raum für fachlichen Austausch geboten.

„I feel that the circus community has to create more knowledge sharing platforms as we are increasingly exposed to similar issues and would benefit from experience and expertise from all.“ — Nicolas Panet-Raymond – Leiter der Health and Safety Abteilung bei Cirque du Soleil

Tagungsablauf

Datum Uhrzeit Was Wo
21.03.15 11:00 Begrüßung Theatersaal
11:15 Key Note: Health and Safety in Circus Arts Theatersaal
12:30 Mittagessen Mensa
14:30 – 17:00 Wokshopphase I
Workshop 1a: Sicherheitsprozesse Theatersaal
Workshop 1b: Rigging intensiv Kurs I+II Teil 1 Artistenhalle
Workshop 1c: Rigging Einsteiger Kurs Artistenhalle
17:30 Ende der Workshops
18:00 Abendessen Mensa
19:00 Get together/ Austausch Mensa/Artistenhalle
22.03.15 ab 09:00 Eintreffen der Gäste
10:00 – 12:30 Workshopphase II
Workshop 2a: Requisitenbau und -sicherheit kleiner Tanzsaal
Workshop 2b: Rigging Intensiv Kurs I+II Teil 2 Artistenhalle
Workshop 2c: Motoren Theatersaal
13:00 Mittagessen Mensa
14:00 – 16:30 Workshopphase III
Workshop 3a: Verletzung Prävention Theatersaal
Workshop 3b: Rigging Intensiv Kurs I+II Teil 3 Artistenhalle
Workshop 3c: Begehung Friedrichstadt-Palast Friedrichstadt-Palast
16:30 Kaffee & Kuchen Mensa
17:00 Abschluss und Ausklang Foyer Ballettschule

Workshopbeschreibungen

Key – Note
Im Einstiegsreferat zur Tagung “Safety First” zeigt Nicolas Panet-Raymond, welche Maßnahmen Cirque du Soleil als größtes Zirkusunternehmen der Welt ergriffen hat, um sowohl für die Artisten als auch für das Publikum maximale Sicherheit während des Showbetriebes herzustellen. Dabei geht es vor allem darum, wie in einem oftmals stressigen und hektischen Arbeitsalltag im Zirkusbetrieb Routinen und Arbeitsabläufe entwickelt werden können, die Unfälle und Materialermüdung verhindern.
Dauer: 45 Minuten

Referent: Nicolas Panet-Raymond, Leiter der Health and Safety Abteilung von Cirque du Soleil


Rigging Intensiv Kurs I AUSGEBUCHT
Ziel des Rigging Workshops ist es, im Berufsalltag Gefahren zu erkennen und Materialien zu beurteilen, um den Aufbau des eigenen Requisits, der Requisiten im Kinderzirkus oder im Theater so sicher wie möglich zu machen. Inhalte sind u.a.:
Materialkunde: Welche Materialien setze ich wann und wie ein?
Anker- & Hängepunkte: Worauf ist dabei zu achten?
Belastung und Belastungsgrenzen: Welche Belastung hält mein Material aus und wie kann ich diese messen?
Knotenkunde: Welche Knoten nutze ich wie und wann?
Aufbau von Requisiten: Sicheres Aufhängen mit Leiter, Toprope, Aufstieg und Abseilen
Der Rigging Workshop erstreckt sich über alle drei Workshopzeiten und die einzelnen Einheiten bauen aufeinander auf.
Dauer: 7,5 Stunden

Referent: Frank Kraft
Als Jongleur, Luftartist und Partnerakrobat stand er mit verschiedenen Performances auf der Bühne. Der begeisterte Sportkletterer erweiterte seinen Erfahrungsschatz indem er sich 2003 zum Industriekletterer und Aerial Flying Instructor ausbilden ließ, um neue Wege der Performancekunst zu beschreiten.


Rigging Intensiv Kurs II AUSGEBUCHT
Auf Grund der großen Nachfrage für den Rigging Intensiv Kurs bieten wir einen zweiten Rigging Intensiv Kurs an.
Ziel des Rigging Workshops ist es, im Berufsalltag Gefahren zu erkennen und Materialien zu beurteilen, um den Aufbau des eigenen Requisits, der Requisiten im Kinderzirkus oder im Theater so sicher wie möglich zu machen. Inhalte sind u.a.:
Materialkunde: Welche Materialien setze ich wann und wie ein?
Anker- & Hängepunkte: Worauf ist dabei zu achten?
Belastung und Belastungsgrenzen: Welche Belastung hält mein Material aus und wie kann ich diese messen?
Knotenkunde: Welche Knoten nutze ich wie und wann?
Aufbau von Requisiten: Sicheres Aufhängen mit Leiter, Toprope, Aufstieg und Abseilen
Der Rigging Workshop erstreckt sich über alle drei Workshopzeiten und die einzelnen Einheiten bauen aufeinander auf.
Dauer: 7,5 Stunden

Referent: Nils-Gunnar Bleeck


Rigging Einsteiger Kurs NEU
Aufgrund der hohen Nachfrage bieten wir zusätzlich einen Rigging Kurs an, der in einer Workshopsession die wichtigsten Grundlagen behandelt. Auch hier geht es darum im Berufsalltag Gefahren zu erkennen und das richtige Material für das Aufhängen von Luftrequisiten kennen und einschätzen zu lernen. Von Schlaufen über Karabiner bis hin zu Belastungsgrenzen werden in dem Workshop die wichtigsten Themen angesprochen und praktisches Wissen für den Alltag als Artist, Zirkuspädagoge oder Techniker vermittelt.
Dauer 2,5 Stunden

Referent: Marcus Hüttl
Er ist Sachkundiger für Veranstaltungsrigging (SQQ2 Level 3), Seilzugangstechniker und Höhenfacharbeiter (Level 2) und kennt den Zirkusbetrieb aus vielen Perspektiven, da er selbst als Akrobat auf der Bühne steht.


Sicherheitsprozesse in Zirkusunternehmen
Der Workshop “Sicherheitsprozesse in Zirkusunternehmen” ist ein zweigeteilter Workshop. In der ersten Phase werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Zirkus, Varieté und Zirkuspädagogische Einrichtungen in Bezug auf die technische Infrastruktur vorgestellt und rechtliche Grauzonen aufgezeigt. In der zweiten Phase soll gemeinsam mit den Teilnehmern und aufbauend auf dem Einstiegsreferat von Nicolas Panet-Raymond in einem Diskussionsformat diskutiert werden, welche Sicherheitsprozesse und Standards für deutsche Zirkusunternehmen entwickelt werden können.
Dauer: 2,5 Stunden

Referent: Nicolas Panet-Raymond, Leiter der Health and Safety Abteilung von Cirque du Soleil
Moderation: Svenja Dunkel


Requisitensicherheit
Requisiten sind für Artisten, Unternehmen aber auch für Bildungseinrichtung eine heikles Thema. Dabei geht es nicht nur um Fragen der Qualität und Benutzbarkeit der Requisiten, sondern es geht auch um Haftungs- und Versicherungsfragen bei Unfällen. Bislang gibt es in Deutschland keine Qualitätsstandards für Zirkusrequisiten und dementsprechend auch keine Möglichkeiten der Zertifizierung durch Prüfgesellschaften wie TÜV oder DEKRA. Das stellt nicht nur die Hersteller vor große Fragen, sondern bedeutet auch Unsicherheit für alle Artisten, Unternehmen und Bildungseinrichtungen. Im Workshop “Requisitensicherheit” wird nach einer kurzen Einführung in das Thema vorgestellt, welche Bemühungen der Standardisierung es in den USA gibt, wie man diese Qualitätsmerkmale für Deutschland übertragen könnte und welche Vor- und Nachteile durch eine mögliche Entwicklung von Qualitätsstandards und eine daraus folgende Zertifizierung für Artisten aber auch für die Produzenten hat.
Dauer: 2,5 Stunden

Referent: Alexander Hinze
Er ist einer der wenigen Luftrequisiten-Hersteller in Deutschland und beschäftigt sich intensiv mit Qulitätsstandards und einer möglichen Zertifizierung.


Theaterbegehung
Bei der Begehung des Friedrichstadt-Palastes stellt der technische Leiter sein Haus und die technischen Gegebenheiten vor. Mit 2854 m² bespielbarer Bühnenfläche zählt der Friedrichstadt-Palast zu einer der größten Bühnen der Welt und beeindruckt in den Shows auch durch die technische Umsetzung mit Motoren, Hebebühnen und Wassereinsatz.
Dauer: 2,5 Stunden
www.palast.berlin


Verletzungsprävention
Verletzungen und Unfälle sind der Albtraum für jeden Artisten  aber auch für Unternehmen, Kompanien und Bildungseinrichtungen sind Unfälle und Verletzungen eine große Belastung. Im Workshop Verletzungsprävention wird zum einen herausgearbeitet, welche die größten Unfallrisiken im Arbeitsalltag von Artisten sind, welche Verletzungen typisch sind in diesem Bereich und welche Maßnahmen getroffen werden können um Verletzungen und Unfällen vorzubeugen. Darüber hinaus wird im zweiten Teil des Workshops gezeigt, welches Training und welche Übungen Verletzungen sowie Überlastungen einzelner Muskelgruppen vorbeugen können.
Dauer: 2,5 Stunden

Referentin: PD Dr. Dr. med. Eileen Wanke
Sie arbeitet am Institut für Arbeitsmedizin der Charité Berlin und verfasste in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) eine Studie zur Prävention von Unfällen im professionellen Bühnentanz.
Praktischer Teil: voraussichtlich Corpus Libra


Motoren
In Deutschland wird zunehmend mit Motoren gearbeitet. Von Seil und Umlenkrolle über Kettenzüge bis hin zu komplexen SIL3 Anlagen bei großen Produktionen. Was gibts es, was ist vorgeschrieben, was funktioniert. Welche Motoren sind eigentlich sicher, worauf muss geachtet werden, welche Unterschiede gibt es? Wer haftet für was? Mit Kaufen / Mieten alleine ist es nicht getan: Betreiberpflichten und Gefahrenanalysen etc.
Darüber hinaus wir in dem Workshop mal ein Motor geöffnet: Einblicke und welches Bauteil macht eigentlich was?
Dauer: 2,5 Stunden

Referent: Marcus Hüttl
Er ist Sachkundiger für Veranstaltungsrigging (SQQ2 Level 3), Seilzugangstechniker und Höhenfacharbeiter (Level 2) und kennt den Zirkusbetrieb aus vielen Perspektiven, da er selbst als Akrobat auf der Bühne steht.

 

Preise:

Frühbucher bis 21. Februar:
140 € für Mitglieder des Netzwerk Zirkus
170 € für Nichtmitglieder

Anmeldungen nach dem 21. Februar:

170 € für Mitglieder
200 € für Nichtmitglieder

Im Preis ist Verpflegung inklusive.

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Anmeldung

Workshopauswahl:

 

Veranstaltungsort:
Staatliche Artistenschule Berlin
Erich-Weinert-Str. 103
10409 Berlin

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